Das dicke Ende kommt auf der Überholspur

Die Mobilität und damit die Autobranche ist nicht das erste Mal Thema in diesem Blog. Und in den letzten Monaten zeichnet sich immer mehr ab, dass wir wohl bald noch öfter aus dem Bereich berichten werden. Würde ich heute eine Entscheidung treffen müssen, welche Branche die nächste globale Krise verursachen wird, dann wäre meine Entscheidung klar, es dürfte die Automobilindustrie werden.

Warnzeichen gibt es bereits genug. So kam erst vor ein paar Tagen die neue Rekordzahl an Carsharing-Kunden in die Presse. Aktuell sind 1,7 Millionen Bundesbürger bereits registrierte Nutzer und das Wachstum ist rasant. Da Carsharing den effektiven Nutzungsgrad eines Fahrzeugs deutlich erhöht, werden gerade am Anfang dieser Entwicklung Weiterlesen

Kritischer Blick auf den COT-Report

Lieber Leser,

der COT-Report ist unter US-Tradern sicherlich schon einige Zeit bekannt. Hierzulande hat der Bericht seine Popularität jedoch erst seit Kurzem steigern können. Noch vor einigen Jahren, als ich mich begann damit zu beschäftigen, nachdem ich das Buch von Larry Williams „Aktien und Rohstoffe erfolgreich traden“ dazu gelesen hatte, konnte man die Daten in keinem der gängigen Wirtschaftskalender finden. Aktuell finden die Daten allerdings immer mehr Einzug.

Nebenbei gesagt, das Buch von Larry Williams ist für den Einstieg empfehlenswert, es ist jedoch so miserabel ins Deutsche übersetzt, so dass es, sofern man es nicht in Englisch hat, zu deutlichen Verständnisproblemen kommen kann. Das bessere Buch ist daher definitiv die „COT-Bible“ von Steven Briese.

COT-Positionen als preisbestätigender Indikator

Die Positionierung der einzelnen Händlergruppen als Sentimentindikator zu nutzen, hat sicherlich sein Reiz. Mich hat daran vor allem der Bezug zu den Terminmärkten und die Aufgliederung der Händler in einzelne Gruppen interessiert. Doch wie bei jedem Indikator, kommt man irgendwann einmal an den Punkt, an dem man sich die Frage stellt, in wie fern die Daten eine Indikation zum Preis überhaupt sein können?

Denn erstens ist offensichtlich, dass die Daten mit einer mehrtägigen Verspätung veröffentlicht werden und zudem sollte eigentlich klar sein, dass die eröffneten Positionen sich im betrachteten Preis sofort niederschlagen. Was macht es dann für einen Sinn, sich die Preisbewegung durch die Positionierung bestätigen zu lassen? Aber wie gesagt, diese Frage kann man sich bei vielen Indikatoren stellen. Denn Daten sind nun mal in der Regel vergangenheitsbezogen.

Spekukanten bei Gold

Wie auch andere Indikatoren, werden Netto-Positionierungen im COT-Report, wenn man sie längerfristig betrachtet, in der Regel als Kontraindikatoren angesehen. Dabei schaut man besonders auf Extrempositionierungen, bezogen auf einen längeren Zeitraum. Extreme Nettolong-Positionierungen im Goldpreis z.B. würden Weiterlesen

Firmengelder bei Privatbanken

Die Zeiten ändern sich und man benötigt aktuell mehr als nur ein offenes Auge …

Wie die FAZ berichtet, werden zukünftig Firmengelder nicht mehr voll durch den Sicherungsfonds der Privatbanken geschützt. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass man sich besser mit diesen Dingen beschäftigen sollte, bevor man vor vollendete Tatsachen gestellt werden kann. Gerade den Leuten, die denken, dass die „Finanzkrise“ bereits überstanden ist, sollte es zu denken geben, dass immer wieder am Thema Einlagensicherheit und Anlegerschutz „gewerkelt“ wird.

Auch in diesem Zusammenhang gilt, dass man Weiterlesen

Labilität durch Komplexität!

Die Aktienmärkte stürmen in Amerika von Hoch zu Hoch und kennen keine Umkehr mehr. Doch wirklich wichtige Einflussfaktoren für die Stabilität der Märkte kommen nun schnell näher. Dabei fällt vor allem Trumps Plan von Einfuhrzöllen ins Gewicht. Ein solcher Schritt nach einer gefühlt ewigen Periode des Abbaus von Handelsbarrieren wird sehr wahrscheinlich nicht so glatt laufen, wie Donald Trump dieses erwartet. Gerade die Währungsmärkte dürften zum Teil heftig reagieren.

So wäre es durchaus denkbar, dass der Dollar sich eines massiven Runs gegenüber sieht. Sollte es tatsächlich zu einer sprunghaften Aufwertung der amerikanischen Währung kommen, könnte dieser Umstand wiederum starke Auswirkungen auf die Rohstoffpreise haben. Alleine das Öl könnte nach zuletzt bullisher Haltung durchaus Probleme bekommen. Amerikanische Produzenten wären im internationalen Vergleich daher durchaus kritisch zu sehen, sollte Trump Weiterlesen

5 Tage bestimmen das Börsenjahr

Die Idee:

Die Entwicklung der ersten fünf Handelstage bestimmt die Richtung für das gesamte Jahr. Wenn der S&P 500 in den ersten fünf Handelstagen des neuen Börsenjahrs ansteigt, kaufe ich am Ende des fünften Handelstages und halte die Position bis zum Jahresende. Damit bin ich abgesehen von den ersten fünf Handelstagen das ganze Jahr über investiert. Ist die Rendite zum Jahresbeginn negativ, halte ich über das Jahr keine Position im S&P 500. In diesem Fall bin ich also nicht in den amerikanischen Aktienmarkt investiert. Es ist kein Stop Loss und kein Take Profit vorgesehen.

Das Ergebnis für den S&P 500 ab 01.01.1943:

Warum es funktioniert:

Im Januar werden überdurchschnittliche Renditen erzielt, da sich viele Investoren häufig dazu entschließen, vor Ende des vorangegangenen Jahres ihre Wertpapiere, Aktien oder Weiterlesen