Forex: EUR/USD und Zinswende

Die Zurückhaltung bei der Zinswende der Europäischen Zentralbank zeigte Draghi gestern in der EZB-Pressekonferenz eindeutig. Wenn auch eine Aufweichung der expansiven Geldpolitik in Aussicht gestellt wurde. Hier ist die US-Notenbank bereits um einige Zyklen weiter und wird vermutlich am kommenden Mittwoch die Zinsen erneut leicht anheben. Was bedeutet dies für den EUR/USD als Währungspaar am Forex-Markt? Und wie handelt man dies ggf. bis dahin?

Das Thema Parität im EUR/USD

Viele Marktteilnehmer sind sich schon seit Jahren einig: Der Euro sucht die Parität. Gemeint ist dabei das Wechselkursverhältnis von Euro zu US-Dollar und die magische Marke von 1:1 bzw. der Kurs 1.000.

 

Doch bisher stemmte sich der Euro immer wieder dieser Parität entgegen. Erst vor einer Woche mit Kursen unter 1,0500. Hintergrund für die Schwäche ist eine boomende US-Wirtschaft, die den Dollar stärkt. Auf der anderen Seite dieses Währungspaares sinkt somit der Euro ab. Verstärkt wird diese Bewegung durch die Zinspolitik, welche in Europa noch immer expansiv ist und historisch niedrige Zinsen aufweist. Zur gleichen Zeit wird in den USA bereits von einer neuerlichen, vermutlich schon im März stattfindenden Zinsanhebung durch die US-Notenbank FED ausgegangen.

 

Der Blick auf den mittelfristigen Stundenchart zeigt im EUR/USD die Tendenz klar auf:

 

2017-03-10_eur1

 

Trading bei diesem Chartbild

Auf dem Weg dorthin kommt es immer wieder zu Rückläufen und Stabilisierungen. Denn Börse ist keine Einbahnstraße und die Parität wird nicht in einem Rutsch erreicht. Ein Punkt für mich als Trader, aktiv zu werden. Den großen Trend vor Augen suche ich somit in kleineren Zeiteinheiten nach Punkten, an denen Bewegung in dessen Richtung aufkommen kann.

 

Zoomt man das Chartbild somit auf, sieht man in den vergangenen Wochen eine Bandbreite im Chart des EUR/USD:

 

2017-03-10_eur2

 

Genau dies zeigt Chancen und temporäre Einstiege auf.

 

Forex-Trade in der Analyse

Am Montag, den 06.03. sah ich den EUR/USD an der oberen gezeigten Bandbreite und damit am 3-Wochenhoch. Von den Tiefs aus der Vorwoche war er somit rund 150 Pips entfernt, was als kurzfristiges Szenario für mich Kurse unter 1.0600 prognostizieren ließ.

 

Wie im Chartbild ersichtlich, hatten auch andere Marktteilnehmer das 3-Wochenhoch im Blick und agierten ähnlich. Somit kam es genau dort um 1.063x zu einer Gegenbewegung, die ebenso schnell wie die Bewegung an diese Marke heran erfolgte. Ich nutzte dies in der Plattform von nextmarkets für die Platzierung einer Short-Order (zum Nachlesen & Folgen ->):

 

2017-03-06_eur

Das Ziel dieses Forex-Trades konnte man aus der vorherigen wellenförmigen Aufwärtsbewegung ableiten. Es lag nicht bei 1.05, sondern konservativ bei 1.058x – genau dort schaute ich, ob sich die Bewegung fortsetzte oder der Trade mit einem Gewinn glattgestellt werden sollte. Im Chartbild identifizierte ich den Bereich:

2017-03-06_eur2

Und realisierte nach einer Zeitdauer von 20 Minuten ohne neue Bewegungstiefs einen schnellen Gewinn von 37 Pips. Im Nachgang wäre an diesem Tag kein wesentlich größerer Gewinn möglich gewesen, sodass ich zufrieden war und nach neuen Trading-Ideen Ausschau halten konnte.

 

Diese ergeben sich ggf. schon heute zu den US-Arbeitsmarktdaten 14.30 Uhr, wenn im oberen Bereich aus dem zweiten Chartbild bei 1.0630 erneut „angeklopft“ wird.

 

Erfolgreiche Trades wünsche ich allen Lesern,

Ihr Andreas Mueller – Bernecker1977

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