Give me more … Energy

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Letztens bestätigte Google / Alphabet, dass der Konzern im Jahr 2017 100% seines Energiebedarfs mit Erneuerbaren Energieträgern decken wird. Das ist nicht wenig, denn die Rechenzentren verschlingen enorme Mengen an Energie. Im Jahr 2015 verbrauchte Google weltweit 5,7 Terawattstunden.

Wieso tut Alphabet dieses, wobei doch in Deutschland z.B. seit der Energiewende jedes Jahr die Kosten steigen. Ihr Argument ist recht einfach und logisch für eine Unternehmung, deren Energiekosten einen beachtlichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Es ist die günstigste Energiequelle, die zur Verfügung steht.

Amazon, Microsoft, Facebook und viele andere Unternehmungen sind auf dem selben Pfad unterwegs, wie auch das US Department of Defense. Damit kann man wohl die Erneuerbaren als Kostentreiber ausschließen. Dieses nur mal am Rande erwähnt.

Zurück zum Weißbuch von Google / Alphabet. Hierin geht die Unternehmung auf die Entwicklungen und geschaffenen Fakten im Bereich der Renewables ein.

Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb von Windkraft haben seit 2010 um 60% und von Photovoltaik Anlagen um 80% abgenommen. In einer von Bloomberg im Dezember letzten Jahres veröffentlichten Studie liegen die Levelized Costs für Wind bei 1,66 Mio. USD pro Megawatt und Solar bei 1,65 Mio. USD.

Ein weiterer Vorteil der von Alphabet identifiziert wurde ist die Möglichkeit von langfristigen Lieferverträgen zu einem fixen Preis. Das ist möglich, da die Erzeugung des Stroms nicht abhängig ist von im Preis schwankenden Rohstoffen.

Die Hindernisse auf die Alphabet weltweit bisher gestoßen ist, sind zum einen der Mangelhafte direkte Zugang von Endkunden zu den Produzenten von Erneuerbaren Energien und zum anderen veraltete regulatorische Maßnahmen. Aus diesen veralteten regulatorischen Maßnahmen, die zum Schutz der Vergangenheit vor der Zukunft existieren, leitet sich auch direkt die mangelhafte Struktur der Versorger ab.

An dieser Stelle setzt Google an und arbeitet mit den Regulatoren, Regierungen und Versorgern weltweit zusammen, um die Netz und Versorgungsstruktur in die richtige Richtung zu beeinflussen.

Die Integration von Windenergie in das bestehende Netz kostet z.B. in den USA nur 5 USD pro Megawattstunde. Der Southwest Power Pool in den USA kann ohne größere Probleme bis zu 60% Windenergie Anteil in sein Netz integrieren. Wenn doch recht alte Netze in den USA solches vertragen, dann sollte es im Rest der Welt auch gelingen.

Google definiert sein Ziel wie folgt:

„Promoting Energy Policies that empower consumers and accelrate the transition to 24-7 clean energy while driving economic growth“

Ich denke die Jagd ist eröffnet und viele Versorger werden sich nicht freuen über diesen neuen starken Gegner. Auch wenn Google nicht die Netze besitzen wird, wird die Unternehmung doch am längeren Hebel sitzen und auf den Energiemarkt vordringen und versuchen ihn zu dominieren. The Winner Takes it All!

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