DAX-Positionierung in der Range

Ein wenig wie Winterschlaf fühlte sich die vergangene Handelswoche für die Anleger an. Denn nach der erhöhten Volatilität im Zuge der US-Präsidentenwahl flachte diese nun stark ab und sank sogar unter das normale Niveau, welches am Aktienmarkt sonst vorherrschte. Auch das Volumen sank damit wieder deutlich und sorgte für eine Stabilisierung der Emotionen am Aktienmarkt. In Summe bewegte sich der Deutsche Aktienindex NICHT oder bei ganz genauem Blick um 0,03 Prozent. Ähnlich lustlos gaben sich die US-Börsen, wo der Dow Jones im Wochenverlauf um 0,11 Prozent zulegte und damit nahe seiner Allzeithochs, aber eben ohne Dynamik dort aus dem Handel ging.

 

Einen kleinen Rückblick auf die Geschehnisse der vergangenen Woche und darin entstandene Trading-Chancen möchte ich dennoch geben, bevor hier mein Ausblick auf die hoffentlich spannendere kommende Börsenwoche erarbeitet wird.

 

Rückblick auf die Vorwoche

 

Wie schon geschildert, hat sich der DAX in der vergangenen Woche per Saldo nicht bewegt. Die beiden Trigger aus der Vorwoche wurden zu 50% abgearbeitet, sprich: Auf der Oberseite näherte sich der DAX seiner gezeigten Widerstandszone an, ohne diese (bei rund 10.800) zu überwinden. Dies hatte ich mit einem grünen Pfeil dargestellt:

DAX-Chartanalyse mit Klarheit nach starker Volatilität

 

2016-11-13_dax5

 

Der Trigger auf der Unterseite mit einem Durchbruch unter 10.590 Punkte wurde nicht aktiviert.

 

Scheinbar schlafen hier nicht nur die Bären, sondern auch die Bullen haben ihre Power erst einmal einstellen müssen. Die starke Seitwärtsbewegung fällt im Stundenchart auch ohne explizite grafische Markierungen auf:

2016-11-20_dax1
Das Spiel zwischen Bullen und Bären war täglich sehr gut erkennbar. Meistens kam es zu einer positiven Markteröffnung mit GAP, welche gleich nach 9 Uhr oder zumindest bis zum Mittag dann wieder abverkauft wurde. Das GAP-Trading hatte in der vergangenen Woche somit eine sehr hohe Chance auf Gewinne. Daher stellte ich es auch mehrfach in den Tages-Trading-Chancen vor, wie beispielsweise gleich am Montag an dieser Stelle:

Im GAP kommen die Bären

nm_trade_montag

 

Ebenso war es in dieser Range natürlich dann auch als Bulle immer wieder möglich, an Unterstützungen aktiv zu werden und sich in Korrekturen zu positionieren. Dazu ein Beispiel vom Mittwoch, als hier ebenfalls die Stärke in der Markteröffnung schnell abverkauft wurde und später dann der Rebound erfolgte:

Beitrag DAX in Seitwärtsrange

2016-11-16_dax1

 

So bildete sich oft ein Dreieck heraus, dessen Ausbruch man geduldig abwarten konnte oder an dessen Kanten (jeweilige Trendlinie ODER die so entstandene Unterstützung/Widerstand) man als Trader aktiv werden konnte. Im Beitrag DAX im Dreieck gefangen

2016-11-17_dax1

 

waren dies immerhin schnelle 40 Punkte und löste auch eine kleine Diskussion zu den Trading-Chancen an sich unter den Daytradern aus. Dazu noch einmal mein klares Statement: Ich versuche hier objektive Ideen zu entwickeln und favorisiere dabei keine Marktrichtung. An Unterstützung mit vertretbarem Risiko in den Markt einzusteigen, hat die gleiche Wertigkeit wie eine Short-Order vor einem Widerstand, die mit gleichem vertretbarem Risiko eingegangen wird. Denn letztlich geht es im Handel um die erzielten Punkte / Beträge und nicht um die Meinung des Traders. Und darüber entscheidet der Markt.

 

 

Technische Analyse vom Stundenchart

 

Grob geschildert kann sich die Aussage der Vorwoche nach dieser Seitwärtsphase nicht geändert haben. Zur Erinnerung noch einmal das Chartbild der Vorwoche aus DAX-Chartanalyse mit Klarheit nach starker Volatilität:

2016-11-13_dax5

 

 

weitergeführt nun mit den aktuellen Kursdaten und der erkennbaren Range.

2016-11-20_dax2

 

 

Als Ausblick kann ich hierbei erneut einen Anlauf zum Widerstand aus bullischer Sicht in Aussicht stellen. Denn die Jahreshochs haben eine magnetische Wirkung und solange die US-Indizes nahe ihren Allzeithochs stehen und die Rahmenbedingungen wie ein schwacher Goldpreis und ein fallender Euro eher die Lust auf Aktien anfachen, besteht hier auch eine realistische Chance.

 

Auf der Unterseite würden die Bären bei einem Unterschreiten der 10.590 bzw. dem eingezeichneten Bereich hier geweckt werden und zur Tat schreiten. Dies verdeutlicht der rote Pfeil.

 

Insgesamt ist für Investoren und Anleger ein Abwarten angesagt, solange die Range hier weiter intakt bleibt. Erst dann kann ein Ausbruch zu einem Trend werden, der dann über längere Distanzen und viele Punkte am Markt stehen sollte. An Wirtschaftsdaten dürften vor allem der US-Verkauf bestehender Häuser am Dienstag und der US FHFA Hauspreisindex am Mittwoch interessant sein. Direkte Auswirkungen auf den DAX kann zudem der ifo-Geschäftsklimaindex am Donnerstag haben.

 

In diesem Sinne üben wir uns in Geduld und handeln als Trader die kurzfristigeren Trading-Chancen. Darüber möchte ich Sie auch in der anstehenden Handelswoche börsentäglich informieren und bin daher über Facebook, nextmarkets und natürlich den Tages-Trading-Chancen an Ihrer Seite.

 

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

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Ein Gedanke zu “DAX-Positionierung in der Range

  1. Pingback: DAX-Chartanalyse: Order-Stau vor dem Ausbruch | zero2one-inside-hps

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