Interpretierst du noch oder tradest du schon?

Statistic-Trading

Wie entwickle ich eine erfolgreiche, statistische Trading-Strategie ?

In diesem Artikel wird Ihnen erklärt, wie Sie es schaffen ein Tradingsystem aufzubauen. Sie werden, nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, Ihr Trading aus einem ganz anderen Winkel betrachten können.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie diesen Artikel gründlich lesen. Wiederholen Sie, wenn es sein muss, manche Passagen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema oder zum Thema des vorherigen Artikels, haben schreiben Sie uns ruhig eine E-Mail.

Suchen Sie sich ein Börsen-Ereignis und untersuchen Sie dieses!

Wir wollen versuchen Ihnen eine Denkweise anzueignen. Wenn Sie nämlich die Denkweise beherrschen, werden Sie in der Lage sein, so viele Handelsstrategien zu entwickeln und zu analysieren, wie Sie es noch nie zuvor getan haben.

Wir möchten Ihnen unser Prinzip anhand eines kleinen Beispiels erläutern. Es geht hier erstmal darum, dass Sie die Denkweise verstehen. Theoretisch lässt sich auf ganz einfache Weise Geld an der Börse verdienen. Sie müssen nur ein oft vorkommendes Ereignis auswerten.

Nehmen wir an Ihnen fällt auf, dass im Dax-Markt um 13:00 Uhr immer eine dicke Candle entsteht, die größer ist als alle anderen. Wieso das entsteht, interessiert uns erstmal nicht. Wieso, weshalb, warum an den Börsen irgendetwas geschieht, ist immer schwer, wenn nicht unmöglich, zu bestimmen. Versuchen Sie nicht die Ursache des Ereignisses zu verstehen, sondern versuchen Sie das Ereignis für sich zu nutzen.

Im 1. Schritt untersuchen Sie nun, ob dieses Ereignis nicht nur ein einmaliges war. Kommt es öfter vor? Jeden Tag? 1x die Woche? 1x im Monat? Usw. Sie brauchen ein Ereignis, was eine statistisch relevante Stichprobe liefern kann. Was eine statistisch relevante Stichprobe ist, finden Sie weiter im Text. Haben Sie das herausgefunden, geht es weiter.

Im 2. Schritt ist jetzt Ihre Denkfähigkeit und Ihre Kreativität gefragt. Das ist wohl der schwerste Teil. Sie müssen sich jetzt Gedanken machen, wie Sie solch ein Ereignis profitabel nutzen können. An diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier sollten Sie, unter anderem, herausfinden, wie hoch Ihre Trefferquote ist.

Das ist nicht so einfach, wir wissen das. Und es ist auch nicht immer schnell an einem Tag erledigt. Wenn Sie nicht gerade eine analytische Software besitzen, ist das eine Menge „handarbeit“. Der Vorteil ist, wenn Sie Ihr Ereignis per Hand auszählen, dass wenn Sie sich konzentrieren, Sie ein zuverlässiges Ergebnis erhalten werden. Testen Sie sich aus.

Brainstormen Sie. Notieren Sie alles was Ihnen im Kopf herumschwirrt. Egal wie hirnrissig Ihnen eventuell eine Idee vorkommt, schreiben Sie diese auf. Als Beispiel: Immer wenn um 13:00 Uhr im Dax eine große grüne Candle entsteht, gehen Sie Long. Immer wenn eine große rote Candle entsteht, gehen Sie Short.

Haben Sie nun erstmal das Grundgerüst, kommen wir zum 3. Schritt. Im 3. Schritt sammeln Sie nun alle möglichen Daten. Wie oft ist der Markt tatsächlich nach der großen Candle gestiegen? Ist er in einem Ruck gestiegen? Oder ist er eher träge gestiegen? Was war das Hoch und das Tief an dem Tag? In diesem Teil prüfen Sie nun, ob Ihre Idee aus Schritt 2 realisierbar ist. Ist das Trading-System realisierbar? Dann kommen wir zum 4. Schritt. Ist die Strategie nicht realisierbar? Fangen wir wieder von vorne an.

Vergessen Sie bitte nicht, all Ihre gesammelten Daten in eine Excel-Tabelle einzutragen. Sortieren Sie auch unbedingt Ihre Daten. Ohne gut eingetragene und sortierte Daten, wird es Ihnen sehr schwer fallen, eine statistisch stabile Tradingstrategie auf die Beine zu stellen.

Gehen wir davon aus, dass Ihre Strategie realisierbar ist. Nun geht es im 4. Schritt an die Optimierung. In diesem Abschnitt untersuchen Sie, wie Sie dieses Ereignis im reellen Handel auch profitabel nutzen. Hier stellen Sie sich Fragen wie: Wie setze ich den Stop? „Wie setze ich den Take-Profit?“, „Brauch ich einen Take-Profit?“, „Nehme ich einen Stop der immer mitläuft und die Bewegung mitnimmt oder nehme Ich einen zeitlichen Stop, weil der Markt gewisse Schwankungen aufweist?“ Wie auch im 2. Schritt ist hier Ihre Kreativität gefragt.

Probieren Sie alles Mögliche aus. Es gibt kein falsches Ergebnis. Überprüfen Sie einen engen mitlaufenden Stop. Untersuchen Sie wie es ist, wenn Sie den Trade 13:00 eröffnen und immer zum Börsenschluss schließen. Ist es besser den Trade vielleicht etwas länger zu halten? Ist es besser den Trade 10 Minuten vor Börsenschluss zu beenden? Sie merken, es existieren Unmengen an Möglichkeiten und Variationen. Das ist das Schöne und Spannende an der statistischen Börsen-Welt.

Sie haben nun alle Schritte umgesetzt? Im 5. und letzten Schritt traden Sie. Testen Sie es am Anfang auf einem Demo-Konto. Sie sollten, bevor Sie mit dem Echtgeld beginnen, die Durchführung des Trades üben. Manchmal bemerken Sie im reellen Handel noch etwas, was Ihnen in der Untersuchung entgangen ist. Vielleicht ist es Ihnen sogar möglich Ihre Tradingstrategie zu programmieren und per Expert Advisor laufen zu lassen. Ihnen stehen alle Türen offen.

Mit diesen 5 Schritten sollten Sie in der Lage sein, ein stabiles Handels-System auf die Beine zu stellen. Sie werden viel mehr Sicherheit in Ihrem Trading verspüren. Sie haben Ihre Trading-Idee durch wissenschaftliche Analysemethoden verwirklicht. Wie viele können das wohl von sich behaupten?

Am Ende des Beitrages finden Sie die 5 Schritte in einem Fließdiagramm zusammengefasst.

Haben Sie Ihren statistischen Vorteil gefunden?

Wer kennt das nicht, nach einer starken Draw-Down-Phase fangen Sie an, an Ihrer Tradingstrategie zu zweifeln. Funktioniert das wirklich? Wieso genau jetzt so ein großer Draw-Down? Was hat mir dieser Trading-Coach / Trading-Profi eigentlich da erzählt?

Jeder von uns kennt das. Jeder Trader war schon mal in solch einer Situation. Wer noch nie in solch einer Situation war oder sich so gefühlt hat, der lügt.

Doch wie kann man dieses Gefühl oder diese Situation vermeiden? Unserer Meinung nach, ist eine Handelsstrategie erforderlich, die auf einem statistischen Vorteil basiert.

Um solch ein Handelssystem erstellen zu können, müssen Sie vorher Ihre Strategie, auf gut Deutsch gesagt, auseinandernehmen. Hinterfragen Sie alles an Ihrer Strategie. Ist mein Stop-Niveau optimal? Sind meine Take-Profits eigentlich nützlich? Ist die Situation, in der ich in den Markt gehe, überhaupt von statistischem Vorteil?

Im obigen Kapitel haben Sie die 5 Schritte zum Aufbau einer Tradingstrategie gelernt. Nun lernen Sie, ab wann es sich lohnt, sich intensiver mit einem Handelssystem zu beschäftigen.

Wenn Sie nicht wissen was ein statistischer Vorteil ist, sollten Sie unbedingt weiterlesen.

Ihr statistischer Vorteil im Trading

Für den statistischen Vorteil im Trading existiert eigentlich keine genaue Definition. In unserer Ansichtsweise liegt ein statistischer Vorteil darin, dass die Trefferquote höher als 50% beträgt. Man kann aber auch einen Vorteil in einer Strategie besitzen, wo die Gewinne einfach deutlich höher als die Verluste sind. Solche Strategien haben aber im Regelfall eine sehr geringe Trefferquote, aber dafür ein hohes Pay-Off-Ratio.

Es ist jetzt abhängig vom Trader-Typ, ob man viele Verluste verkraften kann, bis man zu dem schönen Gewinn kommt. Wir liegen lieber öfters richtig als falsch. Solch ein Trading-Stil verringert die Wahrscheinlichkeit, dass man wütend auf die Trading-Strategie wird. Es kann auch dazu führen, dass man die Strategie über Bord wirft, weil das zu frustrierend ist, in 7 von 10 Fällen daneben zu liegen.

Ihr eigener Trading-Stil kristallisiert sich mit der Zeit heraus. Wir wollen hier auch nicht auf die Trading-Psyche eingehen. Das wird in einem weiteren Blog-Artikel behandelt.

Den statistischen Vorteil für Ihre Handelsstrategie richtig nutzen!

Es existiert, soweit wir wissen, nur eine Methode in der man den Trading-Vorteil richtig ausnutzt. Dieser ist: kontinuierliche Durchführung der Handelsstrategie. Wie verdient ein Casino Geld? Sie haben 24/7 geöffnet. Genau so müssen Sie Ihr Trading in den Griff bekommen. Traden, traden und nochmals traden. Traden Sie aber nur, wenn Sie sich eine Tradingstrategie gebaut haben, die auf positiven statistischen Kennzahlen beruht.

Viele Trader da draußen konzentrieren sich zu sehr auf einzelne Trades. Hören Sie auf einem einzelnen Trade zu viel Gewicht zuzuordenen. Es ist die Grundgesamtheit die von Wichtigkeit ist. Nicht ein einzelner Trade.

Nur durch Kontinuität und Disziplin nutzen Sie Ihren Vorteil an den Börsen richtig aus. Wenn Sie zwar eine Handelsstrategie besitzen, diese aber nicht stetig traden, dann können Sie es auch gleich sein lassen. Denn, mal hier einen Trade eingehen, dann einen wieder nicht und dann wieder mal einen Trade eingehen, das ist einfach sinnlos. Lassen Sie es dann lieber gleich. So sparen Sie sich das Geld. Gehen Sie dafür lieber was Schickes essen oder kaufen Sie Ihrer Frau ein tolles Kleid. Ist wohl besser „investiert“.

Meinen Sie es ernst? Das hoffen wir nämlich. Denn der einzige Grund warum Sie an den Börsen agieren ist: Geld verdienen. Dies sollten Sie schnell verinnerlichen.

Weniger ist mehr. Verinnerlichen Sie sich diesen Satz. Denn dieser ist an den Börsen entscheidend. Versuchen Sie Ihre Tradefrequenz zu reduzieren. Eine hohe Trefferquote geht nur mit einer geringen Tradefrequenz einher. Wenn Sie 50 Trades am Tag tätigen, werden Sie sich kaum mit einer hohen Trefferquote brüsten können. Mal abgesehen von den Trading-Kosten die man bei solch einem Trading-Stil zu tragen hat.

Versuchen Sie die Marktschwankungen des Tages so optimal wie nur möglich zu nutzen. Ein kleines Beispiel: Der S&P 500 eröffnet bei einem Kurs von 1500 Punkten. Steigt dann zu einem Tageshoch von 1520 Punkten an. Sinkt dann auf ein Tagestief von 1490 Punkten und schließt dann zu einem Börsenkurs von 1505 Punkten. Arbeiten Sie in solchen Marktphasen mit kleinen Stops und gehen viele Trades ein, so könnte das zu Folge haben, dass Sie mit mehr Verlust nach Hause gehen, als der S&P 500 sich tatsächlich netto bewegt hat. Er hat zwar nach oben und nach unten geschwankt. Netto hat er aber mit +5 Punkten geschlossen.

Nehmen wir an, Sie waren an diesem Handelstag, wieso auch immer, Short eingestellt. Hätten Sie sich einen Stop zurechtgelegt, der auf den Statistiken der Marktschwankungen beruht, wären Sie, höchstwahrscheinlich, mit einem Verlust von 5 Punkten nach Hause gegangen. Hätten Sie aber versucht die Bewegung von 1520 – 1490 mit kleinen Stops zu erwischen, wäre Ihr Verlust definitiv größer ausgefallen. Sogar wenn Sie das Hoch perfekt getroffen hätten, ist es noch lange kein Fakt, dass Sie den Trade auch bis zum Tief hätten managen können. Die Verlust-Phase hätte sich in die Trader-Psyche verbissen.

Eine geringe Trading-Frequenz erhöht Ihre Trefferquote, hält Ihre Psyche unter Kontrolle und ermöglicht Ihnen einen gelasseneren Handel.

Nehmen Sie Ihre eigene Handelsstrategie unter die Lupe

Haben Sie Ihre Strategie schon mal gebacktestet? Nein??? Wieso nicht???

Woher wissen Sie dann, ob Ihre Strategie tatsächlich auf den reellen Märkten dieser Welt funktioniert? Das können Sie nicht wissen.

Im letzten Blog-Artikel „Folgen Sie der Herde? Die großen Trading-Fehler der Charttechnik!“ sind wir bereits auf die Thematik eingegangen, wieso Chart-Linien zeichnen und NUR DARAUF eine Strategie aufzubauen, vielleicht doch nicht so gut ist, wie Sie gedacht haben.

Sie brauchen so wenig wie möglich subjektive Eigenschaften. Sie brauchen ein festes Regelwerk aus objektiven Parametern. Wenn Sie viel Subjektivität in Ihrer Strategie besitzen, dann können Sie das nie so richtig backtesten. Wieso? Lesen Sie den oben genannten Artikel.

Ein guter Backtest ist natürlich noch nicht die Vollendung der Handelsstrategie. Dennoch ist dies ein wichtiger Grundbaustein. Anhand eines guten Backtests erkennen Sie, ob Ihre Strategie überhaupt profitabel ist oder nicht. Sie sehen dann Ihre Strategie schwarz auf weiß. Ein Computer wird Sie schon nicht anlügen, Menschen schon. Menschen reden Ihre eigenen Strategien schön. Manche können das sogar so gut, dass andere Trader deren Strategien übernehmen, ohne zu wissen, ob diese überhaupt profitabel sind. Natürlich kosten gute Handelssysteme Geld. Leistung kostet Geld. Oder würden Sie für Luft und Liebe arbeiten gehen? Dachten wir uns. Ein gutes Handelssystem aufzubauen ist nicht schnell gemacht.

Untersuchen Sie die wichtigsten statistischen Kennzahlen Ihrer Handelsstrategie, oder der Strategie, die Sie für Geld erworben haben. Was ist die Trefferquote? Was ist der durchschnittliche Verlust? Was ist der durchschnittliche Gewinn? Wie sehr schwankt die Strategie, wenn ich mal Trades weglasse? Was ist die größte Verlustserie? Was ist die größte Gewinnserie? Was ist der maximale mögliche Draw-Down? Testen Sie Ihre Strategie auf all diese Werte, damit sind Sie schon mal weiter als so manch anderer.

Die Statistik bietet Ihnen sehr viele Anhaltspunkte, um schnell erkennen zu können, ob es sich lohnt ein Handelssystem zu traden oder nicht zu traden.

Die Magie vom Stop-Loss und vom Take-Profit

Seien Sie jetzt mal ehrlich zu sich selbst. Haben Sie sich schon mal gefragt, ob der Stop-Loss den Sie verwenden, auch wirklich gut gesetzt ist? Oder ob Ihr Take-Profit-Niveau Sie auch wirklich profitabler macht? Vielleicht ist es ja so, dass Ihr Stop-Loss Ihre Verluste gar nicht begrenzt, sondern Sie erhöht und dass Ihr Take-Profit in Wirklichkeit gar keine Gewinne generiert, sondern eher größere Gewinne verhindert? Nein? Dann sollten Sie das jetzt tun.

Um Ihnen diese Arbeit zu erleichtern, haben wir ein Programm auf Excel-Basis konstruiert, was Ihnen diese Arbeit erleichtern soll. Dieses Programm stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung. Dazu später etwas mehr.

Die meisten Trader prüfen nur in Einzelfällen, ob der Stop-Loss auch wirklich seinen Zweck erfüllt. Der Zweck ist: Verluste zu minimieren. Sie fragen sich jetzt sicher: hää? Das tut er doch. Anstatt, dass ich im Nachhinein hätte 100 verlieren können, hat mein Stop-Loss gegriffen und ich habe nur 60 Euro verloren. Auf den Einzelfall gesehen, kann das stimmen. Sie traden aber nicht nur ein Mal. Sie tätigen vielleicht 400 Trades in einem Zeitraum von einem Jahr. Sie wollen ja nicht nur einen Tag lang traden.

Wir haben für unsere Strategien verschiedenste Analysen durchgeführt. Mit diesen Analysen wollten wir überprüfen, ob unser Stop-Loss gut gesetzt wird und seinen Zweck erfüllt. Wie alle, dachten wir, ein enger Stop schützt das Konto. Das tut es auf jeden Fall nicht. Ein enger Stop kann Ihr Jahresergebnis DEUTLICH verschlechtern. Sie brauchen ein Beispiel? Kein Problem.

Nehmen wir unsere Dax-Boomerang-Strategie aus unserem Trading-Shop. Diese Strategie haben wir mit Hilfe unseres Trade-Optimierers.
Den Trade-Optimierer können Sie sich jederzeit kostenlos auf Ihren Laptop oder Rechner herunterladen. Wie genau der Trade-Optimierer funktioniert, können Sie im Shop nachlesen. Hier finden Sie die Funktionsweise.

So, genug Werbung gemacht, kommen wir zu dem Teil den Sie wissen wollen. Wir zeigen Ihnen die Ergebnisse unsere Dax-Strategie mit der Verbesserung vom Trade-Optimierer.

Hier sehen Sie einen Ausschnitt aus der Dax-Strategie. Wie Sie erkennen können, steht im Feld „Summe originär“, dass die Strategie einen Profit von 8157,64 Punkte generiert hat. Sie sehen im Feld „Faktor Stop“, dass dort eine 600 steht. Die 600 sagt aus, dass wir in dieser Strategie mit einem Stop von 600 Punkten getestet haben. Dieser wurde nie ausgeführt und somit erhält man dieses Ergebnis, wenn man diese Strategie ohne Stop-Loss tradet.

Ein Tipp von uns: Testen Sie Ihr Handelssystem immer erstmal ohne einen Stop-Loss. Ist die Strategie ohne Stop-Loss profitabel, dann können Sie mit der Optimierung beginnen. Finden Sie heraus, dass die Strategie ohne Stop-Loss nicht profitabel ist, dann hilft da, in den meisten Fällen, auch kein Stop-Loss oder Take-Profit mehr.

Jetzt benutzen wir den Trade-Optimierer, um herauszufinden, wo sich das beste Stop-Loss Niveau befindet. Um diese Daten gut analysieren zu können, brauchen Sie den Einstiegs-Punkt, den Wert vom maximalem Gewinn und den Wert vom maximalen Verlust. Sie müssen sozusagen die Volatilität Ihres Trades messen. Dann können Sie prüfen, wie man das am besten optimiert. Machen wir weiter. Wir traden diese Strategie nun mit einem Stop von 100 Punkten. Mal schauen, ob das Ergebnis dadurch verbessert wird.

Sie sehen nun im Feld „Faktor Stop“ eine 100. Was erkennen wir sofort? Das Feld „Originär VS Optimiert“ zeigt Ihnen nun, dass sich das Endergebnis um 6441,4 Punkte verschlechtert hat. 6441,4 PUNKTE!!! Denken Sie mal nach was das heißt. Die Strategie generiert nur noch einen Gewinn von 1716,24 Punkte. Eine enorme Verschlechterung im Vergleich zum Anfangszustand. Sagen Sie immer noch, dass ein enger Stop die Performance immer verbessert?

Woran liegt das aber? Das liegt daran, dass Sie die Schwankungen des Marktes nicht aushalten. In dieser Strategie arbeiten wir mit einem Zeit-Stop. Das heißt, wir schließen die Position immer zu einer bestimmten Uhrzeit.

Sie müssen dann immer vergleichen: wie wäre mein Trade ausgegangen, wenn ich den etwas länger gehalten hätte. Vielleicht müssen Sie auch etwas extra Arbeit investieren und sich mehr Daten zu Ihren Tradingstrategie einholen. Wenn Sie den Trade 1 Stunde länger gehalten hätten und der Markt hätte Sie nicht mit 100 Euro minus ausgestoppt, sondern nur mit 60 Euro ausgestoppt, so hat der Stop Ihre Performance um 40 Euro verschlechtert.

Auf dieser Basis arbeitet der Trade-Optimierer. Keep it simple and stupid. Es muss nicht immer alles kompliziert sein.

Was lernen wir nun? Analysieren Sie Ihr Trading genauer. Nehmen Sie den Trade-Optimierer oder bauen Sie sich selber ein analytisches Programm zusammen. Benutzen Sie Ihren Kopf. Ihr Kopf ist das Wichtigste Kapital was Sie haben.

Wie groß muss meine statistische Stichprobe sein, um eine signifikante Day-Trading oder Swing-Trading-Strategie auf die Beine zu stellen?

Diese Frage stellen sich viele, wenn es an das Backtesten geht. Wie viele Daten sind nötig, um eine signifikante Kennzahl zu erhalten? Man muss ehrlich sagen, diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten.

Es gab Experimente, wo es Wissenschaftler geschafft haben, mit nur einer minimalen Stichprobe, fast auf den Punkt genau das Endergebnis vorherzusagen. Und andere Wissenschaftler lagen mit fast 90% der vorhandenen Daten, wirklich gravierend daneben. Wir können Ihn zu dieser Thematik diesen Blog-Artikel ans Herz legen: „Wie groß sollte meine Stichprobe sein?“

Unserer Meinung nach kommt es immer darauf an, ob Sie eine Day-Trading oder eine Swing-Trading-Strategie untersuchen. Wollen Sie eine Day-Trading-Strategie untersuchen, analysieren und auswerten? Nehmen Sie erstmal eine Stichprobe von 2-Monaten Trading. Wie viele Signale wurden generiert? Nun haben Sie erst Mal einen Anhaltspunkt darüber, ob Sie eine hohe oder geringe Trade-Frequenz haben. Dann würden wir sagen: Untersuchen Sie die Daten von MINDESTENS einem Jahr. Aber am besten von zwei Jahren.

Haben Sie genug Daten gesammelt, können Sie den Rest per Monate-Carlo-Simulation simulieren. Zum Thema „Monte-Carlo-Simulation“ wird ein eigener Blog-Artikel erscheinen, wo wir Ihnen alle Details erklären werden und zeigen, wie Sie sowas auch selbst auf Excel programmieren können. So schwer und kompliziert wird’s nicht, keine Angst.

Dasselbe Prinzip können Sie auch für Swing-Trading-Strategien auswählen. Grob gesagt, Sie sollten schon zwischen 700 – 1000 Daten/Trades gesammelt haben um erste Aussagen treffen zu können. Man braucht nicht den Dax oder einen anderen Markt auf 20 Jahre zu überprüfen, um sagen zu können, ob die Strategie funktioniert oder nicht. Nicht jeder hat unglaubliche Rechner zur Verfügung und Tick-Daten ohne Ende. Man muss mit den Mitteln arbeiten, die man zur Verfügung hat.

Eliminieren Sie subjektive Trading-Faktoren

Je weniger Sie interpretieren müsse, desto erfolgreicher wird Ihr Trading. Jeder Ihrer Trades sollte, so gut wie nur möglich, durchdacht und analysiert sein. Sie brauchen ein festes Regelwerk. Hören Sie auf mit irgendwelchen Interpretationen im Chart.

Versuchen Sie Ihr Trading-Stil an feste objektive Faktoren zu binden. Nur so können Sie ein systematisches Tradingsystem aufbauen. Wie genau definiert sich ein Trend? Wie definiert sich ein Fake-Ausbruch? Wie genau definieren Sie eine Trendwende? usw.

Probieren Sie ein festes Trading-Regelwerk aufzubauen. Je langweiliger Ihr Trading, umso erfolgreicher werden Sie.

Fazit

Eine statistisch stabile Tradingstrategie aufzubauen ist, wenn man sich mal an die Arbeit macht, nicht so schwer wie es sich die Meisten vorstellen. Rappeln Sie sich auf und bauen Sie sich Ihr eigenes profitables Handelssystem. Niemand hält Sie auf.

Lesen Sie sich diesen Artikel ruhig nochmal durch und wiederholen Sie. Übung macht den Meister.

Es ist natürlich einfacher auf Trading-„Profis“ zu hören als sich mal selbst an die Arbeit zu begeben. Aber eines können wir Ihnen definitiv sagen: Es lohnt sich.

Sie werden Ihr Trading aus einer ganz anderen Sicht erleben. Versprochen.

Die 5 Schritte zum erschaffen eines stabilen Handelssystems:

Statistic-Trading

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