Wir erinnern uns

Wir erinnern uns an absurde Annahmen der International Energy Agency und von Exxon Mobile. In den Artikeln BAU: Business as Usual, Das Jahrtausend Verbrechen, Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken, und einigen anderen ging ich auf diese schon ein und möchte sie hier nicht wiederholen.

Letztens fiel mir eine IWF Studie in die Hände, in der nicht nur die direkten Subventionen für die Öl-, Gas- und Kohleindustrie aufgelistet sind, sondern auch die indirekten. Kurzum, die jährlichen Subventionen für diesen Sektor lagen im Jahr 2015, weltweit, bei 5,3 Billionen USD, was 6,5% der Globalen Wirtschaftsleistung ausmacht. Im Jahr 2011 betrugen sie schon 4,2 Billionen USD.

Bei dieser Summe hat es mich auch sogleich interessiert wie hoch denn der Gewinn der Branche ist. Leider konnte ich für die gesamte Welt keine Daten finden, doch für die USA war es mir möglich für das Jahr 2012. Im Jahr 2012 hat der Fossile Energie Sektor in den USA einen gesamt Gewinn von 331 Mrd. USD ausgewiesen.

Dem gegenüber stehen Subventionen in Höhe von ca. 650 Mrd. USD im Jahr 2015. Die Subventionen lagen im Jahr 2013 höchstwahrscheinlich nicht viel tiefer, wenn man sich die weltweite Entwicklung von 2011 bis 2015 anschaut.

imf-energy-subsidies

Die Kohleindustrie selbst wird am stärksten gefördert, obwohl die Schädlichkeit dieser Energiequelle jedem bewusst sein sollte. Danach kommen Öl und Gas.

Eine solche Förderung dieser Branche ist absurd. Ein Ende der Subventionierung muss kommen und sie wird auch gefordert.

Wie CNBC berichtet haben die Versicherer Aviva, Aegon NV und MS Amlin die G20 Mitglieder aufgefordert die Subventionen für die Fossilen Energieträger bis 2020 einzustellen. Die G20 Mitglieder subventionieren Fossile Energieträger mit 444 Mrd. USD pro Jahr.

Wir sehen, die Warnungen, verschiedener Zentralbanken und Supranationale Institutionen, haben ihre Wirkung nicht verfehlt und die Versicherungsbranche erkennt das Risiko der Carbonbubble. Der Druck auf die Unternehmen wie ExxonMobil, Chevron, etc. wird beständig zunehmen.

Die gesellschaftlichen Gewinne durch eine Beendigung der Subventionierung, können dem IWF zufolge sehr groß sein. Für die Staaten der Welt käme es zu einer Entlastung in Höhe von 2,9 Billionen USD jährlich, was 3,6% der Weltwirtschaftsleistung ausmacht. Der IWF schreibt, das Entwickelte Staaten dadurch eine Entlastung erhalten, die eine Halbierung der Unternehmenssteuern zulassen würde oder ein Viertel der Ausgaben für das Gesundheitswesen bestreiten könnte. Beides wäre nicht schlecht für uns.

Quelle: IWF

 

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4 Gedanken zu “Wir erinnern uns

  1. Mal sehen was mit den 2 Billionen Schulden wird, die in der Branche nach 2010 aufgenommen wurden………..

    Die Lösung mit dem „einfachen Streichen“ der Subventionen sehe ich noch nicht kommen…Jedenfalls nicht ohne einen „echten Plan B“. Dabei ist der Vorteil anderer Technologien nicht das Problem, nein, es ist der Nachteil von in Not kommenden 2 Billionen USD.

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    • wenn sich das Problem vollends entfaltet werden die schulden nicht mehr bei Versicherungen, banken etc liegen, sondern bei etf´s in haenden von privaten …

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      • Diesen Trend erkennt man sogar jetzt schon…Seeking Alpha…HighYields wandern schon in die privaten Hände. Trotzdem wäre es ein globaler Schock. Ohne einen echten Plan wird das nichts.

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  2. hm, …. ich hoerte mal was von einem bail out, wie bei den banken als gedankenspiel, doch wieso sollte man …. 2billionen in privaten haenden die nach und nach abrauchen … bis 2020 sollte es jedenfalls die ersten großen treffen mit pleiten etc … denke da an Chevron xom und Konsorten … die gesamte karre geht eh noch vor gericht … dagegen ist der diesel Skandal um vw echt nen hauch … Anleger betrug seit den siebziger jahren und auch jetzt noch keine einsicht, sondern Erschließung neuer Reserven zum aufblaehen der Bilanz, beim besten wissen, dass diese niemals mehr gefoerdert werden …

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