DAX im Ausbruchsmodus

Was für ein Handelstag, der gestrige Dienstag 08.08.2016. Ohne viel Dynamik gestartet, dann langsam an das Jahreshoch geschlichen und ohne wirkliche Power durchbrochen. Doch die Zurückhaltung hielt nicht ewig an. Zu groß war scheinbar der Anlagedruck unter Investoren und Anlegern. Beginnen wir den Abriß aber geordnet…

DAX im großen Bild zum Wochenstart

Auf meinem Facebook-Kanal, der wie mein Nickname im Netz heißt – https://www.facebook.com/Bernecker1977/ – veröffentliche ich börsentäglich Charts und Marktmeinungen in Eigenregie. Und ausführlich immer sonntags eine Wochenkolumne zum Deutschen Aktienindex. In dieser Kolumne gehe ich auf die Charttechnik und mögliche Trading-Chancen ein. So auch am vergangenen Sonntag unter dem Titel Ausbruch & Sommerrallye im DAX beim zweiten Anlauf? (Als Verweis zur Analyse ->). Folgendes Chartbild bot sich hier im großen Bild über 2 Jahre:

2016-08-07_dax1

Zum Start des Monats August konnte der DAX genau an diese Abwärtstrendlinie, welche ihren Ursprung am Allzeithoch vor rund 16 Monaten hat, anschlagen. Einen Durchbruch blieb er uns jedoch noch schuldig. Verwunderlich, denn die anderen internationalen Aktienmärkte entwickelten sich teilweise deutlich besser! Der amerikanische S&P 500 markierte fast wöchentlich neue Allzeithochs, der Dow Jones steht kurz davor und auch der durch die Brexit-Abstimmung (Verweis zu altem Beitrag in diesem Blog ->) gestrafte FTSE 100 in England hat seinen Kursschock längst überwunden. Es lag somit nahe, dass sich beim Überwinden dieser Linie eine Menge Kauforders ansammeln mussten. Noch dazu im Bereich der 10.500, welche durch mehrere Anlaufpunkte einen bisherigen Widerstand darstellte. Das positive Szenario aus der Analyse lautete somit: AUSBRUCH:

 

2016-08-07_dax2

 

Wir näherten uns zögerlich dem Ausbruchslevel

An solchen markanten Stellen finden natürlich auch entsprechende Umschichtungen statt. Investoren versuchen noch billig in den Markt zu kommen, bevor dieser anzieht. Pessimisten oder Anleger, die auf fallende Kurse setzen, nutzen Widerstände für eine Positionierung davor, in der Hoffnung auf einen erneuten Abverkauf. So geschehen am Montag, als der DAX ziemlich genau an der gezeigten Abwärtstrendlinie startete, aber diese nicht sofort überschreiten konnte. Fast punktgenau lag damit das Wochenhoch auf dem Vorwochenhoch und wurde hiermit als doppelte bzw. dreifache Widerstandszone manifestiert. Diesen Chart stellte ich gestern morgen bei meinem Facebook-Kanal ein:

2016-08-08_dax1

 

Ab da begann der „schleichende Schmerz der Bären“. Sommerloch hin oder her: Es wurde einfach Dynamik vermisst, beim Anlauf der 10.500 gegen 11 Uhr. Gerade bei so einer starken Marke und der Relevanz in unterschiedlichen Zeiteinheiten hatten Marktteilnehmer doch mit mehr Bewegung gerechnet. Diese kam jedoch am Nachmittag. Gerade in einer Zeit, in der die US-Märkte sich eher wenig bewegten. Warum?

Short-Squeeze im DAX

Ich vergleiche dies gerne mit dem Frosch im heißen Wasser. Damit niemand denkt ich quäle Tiere, zitiere ich dies von einer renommierten Nachrichtenquelle:

Wirft man das Tier allerdings in lauwarmes Wasser und erhitzt dieses dann langsam, so rührt es sich nicht. Es bleibt einfach sitzen, bis es schließlich verendet. Die Begründung: Der Frosch bemerkt die langsame Veränderung der Temperatur nicht und erkennt somit nicht die drohende Gefahr. (n-tv Wissen ->)

Auf den DAX bezogen war dies ebenso ein schleichender Tod für viele Bären und Spekulanten, die auf eine Korrektur der Bewegung setzten. Gerade weil in den USA kein vergleichbarer Anstieg zu beobachten war und der Eurostoxx „nur“ halb so gut performte. Ein so genannter Short-Squeeze entstand, bei dem gegen XETRA-Ende viele Daytrader zu jedem Preis kaufen mussten.

Positions-Trader schauten hier vermutlich entspannter zu, denn es gab an diesem ganzen Handelstag kein richtiges Verkaufssignal. Man kann eine recht saubere Linie intraday anlegen und natürlich auch den Short-Squeeze in folgendem Chart intraday bestaunen:

2016-08-09_dax

 

Wie geht es weiter im DAX?

Der Ausbruch ist nach Blick auf den nun aktualisierten Stundenchart vollzogen:

2016-08-09_dax2

Für Investoren ist eine Konsolidierung wünschenswert. Doch vergleichen wir den DAX wie eingangs beschrieben mit anderen Indizes, ist ein Aufholen und somit weiterer Run nach oben recht wahrscheinlich. Das nächste Kursziel ist die recht schwache Marke von 10.800 Punkten und dann gleich das psychologische Ziel von 11.000 Punkten. Sicher nicht heute gleich, aber der Weg und das große Bild ist immer wichtig. Auch im Daytrading, damit Sie nicht so ein Short-Squeeze wie gestern gesehen überrascht.

 

Bleiben Sie hier informiert und schauen Sie regelmäßig vorbei, um sich andere Meinungen einzuholen und das eigene Trading zu optimieren. Der Blog hat es verdient und ich freue mich persönlich, wenn Sie den Artikel teilen oder/und positiv bewerten.

 

Viel Erfolg wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

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2 Gedanken zu “DAX im Ausbruchsmodus

  1. Pingback: Den Trade planen und umsetzen -

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