EUR/USD mit Nerven handeln

Das Trading im EUR/USD ist nicht immer einfach. Starke Bewegungen wechseln sich mit Lustlosigkeit ab. Oftmals wird der Trader gerade von dem Marktverhalten überrascht, welches er NICHT erwartet hat. In Folge dessen kehrt der Frust ein. Doch das muss nicht sein.

Am 6. April schrieb ich auf Facebook von einer „spannenden Situation“ und zeichnete im EUR/USD eine Range ein – nachzulesen an dieser Stelle:

Spannende Situation im #EURUSD nach mehreren Tagen in einer Range/Box könnte ein Ausbruch für mehr Dynamik sorgen. Folgende Begrenzungen:

Posted by Andreas Mueller on Mittwoch, 6. April 2016

Es gab mehrere Versuche, diese Range zu verlassen. Doch gelungen ist es unserer Gemeinschaftswährung bis dato NICHT. Zeit also für eine Aufarbeitung und einen aktuellen Trading-Screen, wie man in dieser Situation dennoch ein wenig Gewinn erzielen kann.

Analyse der Zeitebenen

Dabei beginne ich sehr gerne im Tageschart:

2016-04-12_dax1

Der auf Facebook dargestellte Bereich ist hier noch massiver sichtbar, denn zwischen 1,14 und 1,15 hat sich der Euro zum Dollar seit einem Jahr schon öfters den „Kopf gestoßen“. Das behalten wir im Hintergrund und zoomen direkt in den Stundenchart hinein:

2016-04-12_eur2.jpg

Ich nenne es die „Range der Verzweiflung“,  weil der Kurs seit etwa zwei Wochen innerhalb von weniger als 100 Pips Zickzack spielt. Mit Spielen hat Trading wenig zu tun, zumindest nicht, wenn man damit dauerhafte Gewinne erzielen möchte. Daher kann man nun geduldig abwarten, bis der EUR/USD aus dieser „Range der Verzweiflung“ ausbricht, oder stur an den Range-Kanten kontra investieren. Soll heissen: Short bei 1,1440 etwa und long bei 1,1350 – ABER dabei besteht die Gefahr, von einem Ausbruch überrannt zu werden. Gerade nach einer Range stauen sich knapp außerhalb der Range-Kanten die Stopp-Orders und werden bei einem Ausbruch ausgeführt. Wir sehen dies im Schaubild 1 des Tageschart bei der Bewegung von 1,11 auf 1,17. Wer die Hebel im Forex-Markt kennt, weiss um die Schmerzen, die mit einer „Schieflage“ bei einem Ausbruch verbunden sind.

Daher gibt es noch die Möglichkeit 3…

 

In der Range ohne Nervenschaden handeln

Klingt langweilig, verringert jedoch das Risiko ungemein. Denn weder ein überraschender Ausbruch mit hoher Slipage droht bei einem Stopp INNERHALB der Range, noch ein undisziplinierter Trade in Folge des Abwartens AUF den Ausbruch.

Dazu warte ich einen Abprall von der Range-Kante nach einem gescheiterten Ausbruchversuch ab und positioniere mich beim Rücklauf in Richtung der anderen Range-Kante. Im aktuellen Fall konkret: Rücklauf von 1,1460 abwarten und bei Erreichen vom Tagestief 1,1400 bis 1,1410 auf die laufende Bewegung nach unten aufspringen. Die Stopps sollten schnell nachgezogen werden (zumindest auf Einstand). Als Orientierung, ob der Trade noch in der Bewegung ist, dient eine einfache Linie, die über den Hochs der Kerzen im 5 Minuten-Chart angelegt wird. Dies sieht aktuell folgend aus:

 

2016-04-12_eur3

Wo liegt das Ziel des Trades?

Idealerweise an der Range-Unterkante bei 1,135 – für Mutige kann dort die Hälfte der Position nur glattgestellt werden, denn WENN es zu einem Ausbruch kommen sollte, dann ist man mit einem s.g. „free lunch“ dabei. Die Position ist im Gewinn, also darf man um einen Teil der Gewinne auch pokern 😉

 

Viel Erfolg wünscht Andreas Mueller – Bernecker1977

(Freue mich über Euren Besuch auf meinem Facebook-Profil oder auf meinem Blog)

Advertisements

Ein Gedanke zu “EUR/USD mit Nerven handeln

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s