Schach und Matt

Japan fällt erneut in eine Deflationäre Phase, obwohl die BoJ alle möglichen Asset Klassen aufkauft, die bei drei nicht auf einem Baum sind. Ob es nun Staatsanleihen sind, bei denen mittlerweile die Verkäufer ausgehen, da die BoJ fast alle Ausstehenden Anleihen gekauft hat oder ETFs , die den Nikkei Index nachbilden.

Laut Lehrbuch müsste in Japan die höchste Inflation weltweit herrschen, Null Zins Politik plus Quantitative Easing, sollten dieses doch schaffen. Offensichtlich ist das eine Fehlannahme, der leider auch der Rest der Notenbanken aufgesessen ist.

Doch zurück auf Japan hier lohnt sich ein Blick wieder auf das Währungspaar USD/JPY.

USD JPY 011015Wie im Chart zu erkennen ist, schleicht der Markt hier an der abfallenden Trendlinie aus den Jahren 1990 & 1998 herum, ohne eine Entscheidung herbei führen zu können. Der Markt stieß sich weder ab, noch hat er bisher die Kraft gehabt, diese Zone nach oben hin zu verlassen. Das deutet darauf hin, dass der Markt sich hier in einer Zone befindet, in der jegliche Verkäufe von den Käufern absorbiert werden.

Es wird immer wahrscheinlicher, auch mit der destruktiven Wirkung der BoJ im Nacken, dass der Yen in naher Zukunft sehr stark an Wert gegenüber dem USD verlieren wird. Ein Ausbruch auf der Oberseite führt sehr schnell in den Bereich 148 Yen für einen USD. Das wäre auch sogleich der totale Kontrollverlust der BoJ über ihren Bereich.

Wenn das geschieht ist es nicht unwahrscheinlich, wenn die japanischen Anleihen kollabieren und die Aktien Kurse wie einst in Argentinien extrem ansteigen werden Richtung der alten Hochs bei 40000 Punkten und mehr.

Wie kann man sich absichern gegen solche Vorkommnisse?

Eine Antwort gab einst Artemis Capital Management im März des Jahr 2012, der ich mich auch anschließe.

https://www.cboe.com/institutional/pdf/artemiscapitalq12012_volatilityatworldsend.pdf

In diesem Fall wäre eine Side Bet auf den CHF und die NOK mittels Anleihen auch keine schlechte Idee, wie auch die Flucht in Gold und Silber als Beimischung. Denn in Zeiten der extremsten Unsicherheit wird der CHF auch mit einem negativen Zinssatz von mehr als -1% attraktiv sein, aufgrund seiner Stabilität und der politischen Stabilität der Schweiz. Die NOK wird, sollte es zu einem extremen Inflationskreislauf kommen, durch den anziehenden Öl und Gas Preis gestärkt und sollte sich fast 1 zu 1 zu diesem bewegen.

Doch die Hauptabsicherung besteht bei mir in diesem Fall aus unwahrscheinlichen Optionen auf das Währungspaar USD/JPY und dem Nikkei Index mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten. Die Absicherung im USD/JPY haben Ausübungspreise zwischen 135 bis 150 Yen pro USD. Im Nikkei225 Index liegen die Strikes der Absicherung zwischen 25000 bis 40000 Punkten.

Das ganze Japan Drama wird sich nicht von heute auf morgen abspielen, dieses braucht insgesamt etwas an Zeit. Der Zeitrahmen liegt hier, meiner Meinung nach, bei 1 bis 2 Jahre.

Auch der Westen wird nachziehen, denn schon werden die Stimmen lauter, die nach Helikopter Geld verlangen.

http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/den-irrsinn-auf-die-spitze-treiben-die-ersten-banken-fordern-helikoptergeld_H1546038089_211444/

Ein sehr lesenswerter Artikel ist auch dieser aus dem Manager Magazin zu dem Thema Japan.

http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/japan-zeigt-was-auf-uns-zukommt-a-1055121.html

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2 Gedanken zu “Schach und Matt

  1. Pingback: Fragilität II. | zero2one-inside-hps

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